Ministatistik 2026: 16.000 Kinder und Jugendliche am Altar und darüber hinaus
18.06.2026 |
Fach- und Servicestelle ordnet aktuelle Ministrantenzahlen ein
Das Engagement von jungen Menschen als Ministrantinnen und Ministranten ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit in der Erzdiözese Freiburg. Eine aktuelle Umfrage der Fach- und Servicestelle Ministrantenpastoral ergab, dass zurzeit noch gut 16.000 junge Menschen als Ministrantinnen und Ministranten in den Pfarreien der Erzdiözese aktiv sind. Auch wenn sich die Zahl in den vergangenen 5 Jahren um mehr als 40 Prozent reduziert hat, zeigt dies wie viele junge Menschen sich weiterhin beim Dienst als Messdiener engagieren.
„In der Ministrantenpastoral betonen wir immer, dass Minis „Mehr als Messdiener“ sind. Deshalb sagt die aktuelle Zahl für uns auch mehr aus, als „nur“ wie viele junge Menschen in unseren Pfarreien bei den Gottesdiensten rund um den Altar ihren Dienst verrichten.“, erklärt Jan Eisele, Referent für Ministrantenpastoral in der Erzdiözese Freiburg. Ministrantinnen und Ministranten gestalten in Gruppenstunden, Ferienfreizeiten und anderen Aktionen einen großen Teil des Angebots für junge Menschen in den 36 Kirchengemeinden der Erzdiözese. Sie schaffen damit einen wichtigen Zugang für über 16.000 Kinder und Jugendliche zum Gemeindeleben.
Die aktuelle Ministrantenstatistik fällt in eine Zeit, in der sowohl in der Katholischen Kirchen in Deutschland wie auch in der Erzdiözese Freiburg vieles in Bewegung ist. Kleinere Geburtenjahrgänge, sinkende Mitgliederzahlen und weniger Gottesdienste an einzelnen Orten sind sicherlich ein paar der unterschiedlichen Faktoren, die Erklärungen für die sinkenden Ministrantenzahlen liefern können.
Jan Eisele, Referent für Ministrantenpastoral
„Ich glaube, die Zahl der Ministrantinnen und Ministranten wird ein wichtiger Gradmesser für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinden sein.“, führt Eisele aus. Es lohne sich deshalb besonders vor Ort in den Kirchengemeinden weiterhin Zeit und Ressourcen in die Arbeit mit jungen Menschen zu investieren. Gute Ministrantenarbeit ist Beziehungsarbeit. Deshalb sei es in den aktuellen Veränderungsprozessen wichtig weiterhin attraktive Angebote für und mit dieser Zielgruppe zu erarbeiten. Auf diesem Weg wird die Fach- und Servicestelle der Erzdiözese die Kirchengemeinden unterstützen. „Wir sind in der Erzdiözese überzeugt davon, dass die Kirchengemeinden die Orte sind, an denen wir Lösungen für die Kirche von morgen finden können. Deshalb werden wir als Fach- und Servicestelle auch mit Blick auf die aktuellen Zahlen nicht in Aktionismus verfallen, sondern in den kommenden Monaten mit den Engagierten vor Ort ins Gespräch gehen und genauer hinschauen, welche Kirchengemeinde welche Unterstützung braucht“, so Eisele weiter. Dabei kann ein Fokus darauf liegen erfolgreiche Konzepte aus einzelnen Kirchengemeinden auch in anderen Orten der Erzdiözese anwendbar zu machen.