Gemeinsam für Frieden

 
Mit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine hat sich auch für die Jugendarbeit in der Erzdiözese Freiburg eine Situation ergeben, die viele Fragen aufwirft. Wie reagieren wir in unseren Angeboten auf die Bilder von Tod, Leid und Zerstörung? Wie können wir Menschen in der Ukraine und auf der Flucht in dieser Situation helfen? Welche Auswirkungen hat der Krieg auf unser Zusammenleben in Deutschland? Wie geht es den Engagierten selbst? Auf dieser Seite sammeln wir Informationen, Tipps und Anregungen, die Engagierten auf allen Ebenen der Jugendarbeit dabei helfen können, handlungsfähig zu sein und gut mit der Situation umzugehen.

Eine Übersicht über Initiativen und Neuigkeiten aus dem Bereich der Erzdiözese Freiburg gibt es unter https://www.ebfr.de/krieg-in-der-ukraine/

Eine alle die Selbst etwas auf die Beine stellen wollen, um Geflüchtete zu unterstützen ist die Info-Seite des Landesjugendrings Baden-Württemberg eine gute Anlaufstelle.
 

Seelsorge

Wenn du jemanden brauchst, um über die aktuelle Situation ins Gespräch zu kommen, findest du hier Menschen, die mit dir reden, chatten, schreiben:
 
 

Wie geht es dir?

Tipps für den persönlichen Umgang mit dem Thema "Krieg"
Du leitest eine Jugendgruppe und merkst, dass der Krieg in der Ukraine dich und euch viel beschäftigt? Vielleicht drückt es die Stimmung, vielleicht wisst ihr nicht was ihr machen könnt oder sollt? Vielleicht kommt es sogar zum Streit weil es unterschiedliche Meinungen darüber gibt? Vielleicht wollt ihr auch weiterhin Spaß haben, habt dabei aber ein schlechtes Gewissen?

Du merkst schon, hier gibt es ganz schön viele „Vielleichts“. Das liegt daran, dass die derzeitige Situation mit dem Krieg in der Ukraine einfach sehr außergewöhnlich ist und jede*r geht damit anders um. Die einen haben Familie oder Freund*innen in der Ukraine, die anderen in Russland. Die einen haben total Angst, die anderen sind genervt, von den schlechten Nachrichten, die man täglich hört. 
Ihr als Gruppenleiter*innen bekommt am besten mit, wie die Stimmung bei euch in der Gruppe gerade ist und was für euch jetzt gerade wichtig ist. 
Denkt dran: Ihr seid keine Psycholog*innen oder Seelsorger*innen! Wenn es Teilnehmenden schlecht geht, könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr damit umgehen könnt, aber ihr seid dafür nicht verantwortlich! Wenn ihr das Thema Krieg nicht in eurer Jugendgruppe besprechen wollt, dann ist das auch total ok.
Falls ihr das aber gerne machen wollt, wollten wir euch ein paar Do’s und Don’t’s an die Hand geben. Wir hier ein paar Ideen/Hinweise/Vorschläge für Euch gesammelt.

Ist Deine Frage hier nicht beantwortet, bzw. ist das was Du brauchst hier nicht dabei? Dann melde uns das gerne zurück und wir schauen, wie wir Dir weiterhelfen können! Melde dich einfach unter gemeinsam_fuer_frieden@kja-freiburg.de
Auch unsere Jugendseelsorger*innen stehen für seelsorgerische Gespräche zu Verfügung. Schaue doch gerne auf diese Liste.
 

Umgang mit Gefühlen

 
Das Thema Krieg ist gerade überall. An den meisten Menschen geht das nicht spurlos vorüber. Die Vorstellung von Krieg kann starke Gefühle auslösen und für einige auch schreckliche Erinnerungen hervorrufen.

  • Falls in deiner Gruppe Kinder oder Jugendliche sind, die selbst Krieg oder Flucht erfahren mussten, gehe bitte noch vorsichtiger mit dem Thema um. Das Besprechen dieser Themen in einer Jugendgruppe ist dann wahrscheinlich nicht der richtige Rahmen und sollte nur von professionellen Kräften angeleitet werden.
  • Wenn du merkst, dass das Thema Krieg und damit verbundene Gefühle wie bspw. Angst, Hilfslosigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Wut eine Rolle spielen, dann nimmt euch den Raum, dann nimmt diese Gefühle ernst. Ihr könntet versuchen eine Möglichkeit zu finden, darüber gemeinsam zu sprechen. Ihr könnt diese Gefühle nicht in Luft auflösen, aber ihr könnt euch gegenseitig zuhören und euch unterstützen. Manchmal kann es schon gut tun, die eigenen beängstigenden Gefühle mit anderen zu teilen. 
  • Respektiert, wenn andere nicht über den Krieg sprechen möchten. Das heißt nicht, dass sie ignorant sind oder kein Mitgefühl haben. Es kann ganz verschiedene Gründe haben, vielleicht fehlen ihnen die Worte, vielleicht ist alles zu viel und es tut grad gut einfach mal nicht darüber reden zu müssen.
  • Es kann aber natürlich auch sein, dass es euch gut geht und ihr weiterhin eine gute Zeit miteinander verbringen wollt. Das ist ok! Dann habt Spaß!
 

Selbstfürsorge

 
Es gilt immer: Ihr könnt nur andere unterstützen, wenn es euch selbst gut geht! 
Falls ihr euch also mit diesen schweren Themen beschäftigen solltet, schaut nach euch! Auf lange Zeit kann das nur funktionieren, wenn es eine Balance zwischen Auseinandersetzung und Abgrenzung gibt.
 
  • Gemeinsames beten
  • Gemeinsames Singen
  • Lieder anhören, die euch Mut oder gute Laune machen
  • Gemeinsam überlegen, ob oder wie ihr selbst tätig werden könntet
  • Kreativ werden
  • In die Natur gehen
  • ...
Ihr kennt euch und eure Gruppen und wisst bestimmt selbst am besten, was euch guttut. Manchmal kann es komisch sein, nach schweren Themen wieder einfach so  zur „normalen Tagesordnung“ überzugehen. Eine Idee könnte sein, einen ruhigen Übergang zu machen (z.B.   durch ein Gebet oder gemeinsames Singen). Es ist aber weiterhin unbedingt erlaubt Spaß zu haben!
 

Was könnt ihr tun?

 
Den Blick nur auf die Bedingung des Krieges zu richten, kann schnell deprimierend und überfordernd sein. Deswegen zu sagen, dass man nichts tun könne ist aber auch nicht ganz richtig.

 

Wo gibt es Infos?

 
Wenn ihr Infos zu den Hintergründen des Krieges sucht, dann könntet ihr zum Beispiel hier vorbeischauen:
Infos für Kinder: 
Linksammlungen: